Schleimpilze im Garten /
Slime Mold in the Garden

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Woher kommt der Schleimpilz?

Schleimpilzsporen gibt es praktisch überall auf der Welt, auf jedem Kontinent, egal ob in der Stadt oder auf dem Land. Von daher stellt sich eher weniger die Frage, wo der Schleimpilz herkommt, denn er ist ja quasi omnipräsent, nur eben vielleicht bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht aufgetaucht.

Natürlich kann es auch sein, dass man den Schleimpilz indirekt "eingeschleppt" hat. Bekannt ist, dass in Rindenmulchsäcken aus dem Baumarkt öfters mal ein "blinder Passagier" mitreist, ebenso an neuen Pflanzen etc. Vermeiden lässt sich das eigentlich nicht.

Und warum gerade bei mir im Garten?

Ein Schleimpilz benötigt gewisse Umweltfaktoren, bevor er überhaupt als schleimiger Haufen auftritt. Er möchte es konstant feucht, zunächst auch eher lieber dunkel und nicht zu kalt. "Gartenschleimpilze" lieben Rindenmulch oder ähnliche organische Materialansammlungen, da sie sich hiervon ernähren.

Wenn es dem Schleimpilz gefällt, dann zeigt er sich irgendwann, manchmal in schönen Farben (gelb, rot,.. ) im Beet, auf dem Komposthaufen oder sonst wo, wo man ihn gerne nicht hätte.

Wie werde ich ihn los?

Nur wegen einem Schleimpilz den ganzen Garten umzukrempeln, Rindenmulch abzutragen und so weiter, ist eigentlich sinnlos. Man müsste schon wirklich das gesamte Erdreich abtragen, wo er aufgetaucht ist. Denn meistens ist ein Schleimpiz erst zu sehen, nachdem er schon längere Zeit "unter Tage" gelebt hat, da er sehr lichtscheu ist. Kriecht er ans Licht, möchte er meist fruktifizieren, also Sporen bilden.

Er wird also nur für etwa zwei Tage als Schleimhaufen sichtbar sein.

Um eine komplette Invasion in Zukunft zu vermeiden oder im Ausmaße einzuschränken, empfiehlt es sich aber, den Schleimpilz vom Beet zu entfernen. Einfach mit einer Schaufel nehmen und in die Biotonne werfen.

Oder im Forum melden, es gibt immer dankbare Abnehmer für Schleimpilze!

Wenn die Stelle, wo der Schleimpilz war, in Zukunft weitestgehend trocken gehalten und das Erdreich oder die Rindenmulchschicht öfters umgewälzt wird, sind die Bedingungen für Schleimpilze nicht mehr ganz so optimal und man kann ein erneutes Auftauchen der Schleimpilze eventuell umgehen. Wer ganz harte Geschütze auffahren will und robuste Pflanzen hat, kann versuchen mit etwas Salz oder mit Essig etc. angesäuertem Gießwasser den Salzgehalt bzw. den pH Wert des Bodens zu verändern - Schleimpilze reagieren darauf sehr empfindlich. Ein Anti-Schleimpilz-Spray aus dem Baumarkt gibt es allerdings nicht.

Muss ich Angst um meine Pflanzen haben?

Nein! Schleimpilze fressen in der Regel nur totes organisches Material (Blätter, Rinde...), Bakterien und Mikroorganismen und höchstens mal einen Pilz (weil der sich nicht wehren kann). Lebende Pflanzen wird er meiden, da er sie über Phagocytose gar nicht aufnehmen kann (er hat ja keine Zähne und ist auch absolut ungiftig).